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📜 DIREKTE METHODE
- 80er Jahre des 19. Jhs.
- Mehrere Reformbewegungen.
- DM löst die GÜM ab. bereitet auf die ALM vor. Vorläufer in der ALM.
- Hauptanliegen aller Reformbewegung ist Weg von der starren Grammatikmethode hin zur aktiven FSU mit Vorrang des Sprechens.
📖 Definiton von «direkt»
- Erklärungen ohne MS.
- Um nur in der FS «denken» zu können.
- FS als ein neues, selbstständiges Sprachsystem aufgebaut werden.
📝 Der Ausgangspunkt
- Der Ausgangspunkt für die Entwicklung der Direkten Methode war die Öffentlichung der Schrift «Der Sprachunterricht muss umkehren».
- Der Vertreter dieser Methode ist Wilhelm Vietor.
🔍 Kritik von Vietor
- Vietor kritisiert die Vorherrschaft der Schrift + Grammatik im Fremdsprachenunterricht der lebenden Fremdsprache!
🗣️ Neue Ansätze 1
- anstelle dessen soll die aktive mündliche Sprachbeherrschung treten.
- kritisiert das «sinnlose» lernen von Wortschatz in Listen. anstelle dessen sollen Wörter in Satzzusammenhängen gelernt werden.
📚 Neue Ansätze 2
- kritisiert, dass man Grammatik um der Grammatik willen lernt. anstelle dessen sollen die Lerner die Grammatik aus einer Vielzahl von Beispielsätzen selbst erarbeiten.
- kritisiert das Auswendiglernen anstelle dessen sollen die Lerner kreativ, aktiv lernen.
🧠 1. Entwicklung des Sprachgefühls
- Lernen erfolgt wie der Mutterspracherwerb.
- Lernen durch Nachahmung.
- Regel der FS intuitiv erfassen.
- FS-Anwendung erfolgt unbewusst und unreflektiert.
- Ziel ist das sprachliche Können.
🌳 2. Naturgemäßes Lernen
- Man soll mit dem Erfahrungsbereich des Lernenden arbeiten.
- Häußliche und schulische Umfeld.
- Die Umgangssprache im Unterricht.
- Die Verwendung der Alltagssituation.
🔗 3. Assoziation
- Wahrnehmen etwas Neuem Erinnern an etwas Bekanntem.
- Wahrnehmen lautlicher + inhaltlicher Äußerung in der FS und ihre Verbindung mit neuen Formen.
- Assoziationen lässt kein Raum für die MS.
- Wörterlernen.
🗣️ 4. Einsprachigkeit
- Fremdsprachliches Denken, d.h. gedankliche Vorstellungen aufstellen.
- in dem man die MS heraushält.
📋 Unterrichtsinhalte
- Einsprachigkeit
- Assoziation
- Gespräch
- Ausspracheschulung
- Nachahmung
- Phonetik
- Anschaulichkeit
🖼️ Anschaulichkeit: Wortschatzvermittlung
- Zeigen/Bennen
- Definition
- Erklären aus dem Zusammenhang heraus
- visuelle Elemente
📐 Anschaulichkeit: Grammatikvermittlung
- Nachahmung
- Gewöhnung
- Grammatik am Ende des Unterrichts als Bestätigung
🏗️ GRUNDLAGEN der DM
- Pädagogische Grundlagen:
- Schüler wird als Persönlichkeit gesehen, soll nicht mit «Lehrstoff ausgefüllt» werden, neue Wege hierfür sind:
- Entdeckendes Lernen durch selbstständiges Tun.
- Anschaulichkeit und Konkretheit des Lernens.
🎯 Pädagogische Grundlagen 2
- Ganzheitliches Lernen
- Lehrer als Helfer.
- Neue Unterrichtstformen: Partnerarbeit, Gruppenarbeit.
- Belohnung statt Bestrafung, Ermunterung statt rigider Fehlerkorrektur.
- Spiele im FSU, Selbsterprobung des Gelernten.
- Unterrichtsprojekte gestalten.
🔬 Linguistische Grundlagen 1
- Es gibt noch keine richtige linguistische Theorie, aber es gibt linguistische Neuerungen:
- Orientierung an der gesprochenen Sprache = Phonetik!
🔬 Linguistische Grundlagen 2
- Formulierung der Grammatik als Beispielsgrammatik. Regeln werden erst am Schluss gegeben als Bestätigung und Zusammenfassung des Lernprozesses. Schüler entdecken selbstständig die Regel.
🔬 Linguistische Grundlagen 3
- Grammatik bewusst aus dem Unterricht herausgehalten.
- Grammatik aber wichtig für die Lehrstoffprogression.
📖 Litaratur/Landeskunde
- Alltagssituationen im Zielsprachenland Situationen aus dem Leben.
- Aus den Inhalten/Situationen ergibt sich der Wortschatz, der für den aktiven Sprachgebrauch Bedeutung hat.
- Kurz-Prosa: Lieder, Reime, Geschichten, Märchen aber keine hohe Literatur!
🧠 Lerntheoretische Grundlagen 1
- Fremdsprachenlernen gleich dem Muttersprachenerwerb, d.h. nicht bewusstes, sondern unbewusstes Lernen durch Nachahmung eines sprachlichen Vorbildes. Memorisieren von Beispielsätzen und Dialogen, Gespräch in der FS, Nachspielen von Situationen usw.
🧠 Lerntheoretische Grundlagen 2
- Wortschatzlernen durch assoziatives Verfahren.
- Imitatives, assoziatives, induktives, intuitives Lernkonzept.
📏 Unterrichtsprinzipien
- Primat der gesprochenen Sprache.
- Sprachlernen = Sprachvorbilder imitieren/ohne Umweg über die Muttersprache.
- Einsprachigkeit des Unterrichts.
- Situativität = Einbettung des Lernstoffs in Alltagssituationen.
🌍 Alltagsgemäßigkeit
- Bezugspunkt ist die Erfahrungswelt des Schülers/Themen, die ihn interessieren.
- typische Übungsformen:
- Frage – Antwort.
- Nachsprechen/ Ausspracheschulung.
- Lückentexte/ Einsetzübungen.
- Nachspielen von Dialogen.
- Auswendiglernen von Reimen, Lieder usw.
- Diktat, Nacherzählung.
⚖️ DIE GRUNDLEGENDE UNTERSCHIEDE GÜM – DM
- GÜM: kognitiv, deduktiv, zweisprachig.
- DM: imitativ, intuitiv, induktiv, einsprachig.
🎯 Lernziel
- GÜM: schriftlicher Sprachgebrauch/ Sprachwissen, bewusste Einsicht.
- DM: mündlicher Sprachgebrauch/ Sprachkönnen, Anwendung «ohne viel zu denken».
🗣️ Sprache als System
- GÜM: Sprache soll als formales System, das in der MS erklärt wird.
- DM: Sprache als Kommunikationsmittel, ohne dass die MS zur Hilfe genommen wird.
👩🏫 Muttersprache
- GÜM: Muttersprache ist Unterrichtssprache und Bezugspunkt im FSU.
- DM: Muttersprache als Störfaktor im FSU.
❓ Aufgabe: Welche Elemente sind charakteristisch für die direkte Methode?
- Folge der 4 Fertigkeiten: Hören-Sprechen- Lesen-Schreiben.
- Visuelle Hilfen beim Wortschatzlernen.
- Bedeutungsvermittlung durch Zeichnungen.
- Fragen und Diskutieren über das präsentierte Bild.
✅ Charakteristika 2
- Erst den Wortschatz sicher beherrschen, dann erst lesen und schreiben!
- Grundsätzlich: Einsprachigkeit!
- «Wirkliche» Situationen im Unterricht schaffen!
- Systematische Ausspracheschulung.
- Bewusste Phonetik- und Grammatikschulung vor allem für ältere Kinder.
✅ Charakteristika 3
- Nachahmen steht vor Grammatikerklärung.
- Grammatikerklärung nur, wenn der Lehrer dies für nötig hält.
- Entwicklung des Sprachgefühls.