Ostern – ein Fest mit vielen Traditionen
Aufgabe 1:
Lies den Text und unterstreiche unbekannte Wörter.
| Vier Wege führen uns zu Ostern und den vielen verschiedenen Bräuchen rund um das Fest: Da sind zum einen die überlieferten Frühlingsfeste aus der Zeit, als die Menschen in Europa an viele Götter glaubten. Der Winter wurde mit Feuer und Lärm vertrieben. Der Frühling, das Erwachen der Natur, wurde mit Opfergaben, Tanz und Gesang begrüßt. Die Fruchtbarkeit der Erde und der Tiere war wichtig für das Überleben, deshalb baten die Menschen mit ihren Ritualen die Götter um gutes Wetter für eine reiche Ernte. Zum anderen finden wir im Osterfest auch Bräuche des jüdischen Pessachfests, mit dem die Juden – so wie es im Alten Testament geschrieben steht – den Auszug ihres Volkes aus Ägypten und das Ende der Sklaverei auch heute noch feiern. Als drittes stammen viele Bräuche aus dem christlichen Osterfest, das an die Auferstehung Jesu Christi von den Toten erinnert. Und dann sind im Laufe der Jahrhunderte noch eine ganze Reihe Rituale aus den unterschiedlichen Regionen Deutschlands hinzugekommen. Da Ostern außerdem fast auf der ganzen Welt gefeiert wird, kannst du dir sicherlich vorstellen, dass die Traditionen so bunt und vielfältig sind, wie die Ostereier am Ostersonntag. |
Aufgabe 2:
Beantworte die Fragen zum Text.
- Von wievielen verschiedenen Traditionen ist das Osterfest beeinflusst?
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- Auf welches jüdische Fest geht das Osterfest zurück?
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- Warum wird Ostern heute gefeiert?
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- Wo wird Ostern heute gefeiert?
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Osterbräuche
| Ostereier Das Ei ist schon immer ein Symbol für die Fruchtbarkeit, das Leben und den Neuanfang gewesen. Kein Wunder also, dass Eier auch in den Farben des Frühlings bemalt werden. Für die Christen ist das Ei das Zeichen der Auferstehung. Gefärbte Eier wurden schon im 4. Jahrhundert in christlichen Grabstätten gefunden. Im Mittelalter bezahlten die Bauern die Pacht für die Ländereien, die sie bestellten, unter anderem mit Eiern. Das Verschenken von bunten Ostereiern soll Glück bringen. Also, auf, auf zur fröhlichen Eierfärberei! Das Verstecken der Ostereier wurde übrigens erstmals 1682 einer Schrift erwähnt. |
| Osterfeuer und Osterräder Auch das Osterfeuer ist das Zeichen des Lichts. Es ist nur sehr viel größer als eine Kerze. Mittlerweile werden fast überall in Deutschland an Ostern große Feuer entzündet, an denen sich viele Menschen versammeln, um sich das Feuerschauspiel anzusehen. Oben im Norden Deutschlands und in den skandinavischen Ländern sollen mit den Osterfeuern böse Geister und der Winter vertrieben werden. Jedes Jahr am ersten Sonntag nach dem ersten Früh1ingsvollmond lädt man in Lügde, bei Bad Pyrmont, im Weserbergland, dem überlieferten Brauch der Väter folgend, am ersten Ostertag bei Einbruch der Dunkelheit, etwa gegen 21 Uhr, sechs brennende Osterräder vom Osterberg ins Tal der Emmer rollen. |
| Osterlamm Der Brauch an Ostern eine Lammspeise zu essen, stammt vom jüdischen Pessachfest ab. Mit dem Blut eines Lammes malten die Juden vor ihrem Auszug aus Ägypten ein Kreuzzeichen an ihre Türpfosten. Es war das Schutzzeichen. Gott verschonte so die erstgeborenen Söhne der jüdischen Familien, als er als zehnte Plage zu den Ägyptern kam. Im Alten Testament kannst du diese Geschichte im 2. Buch Mose nachlesen. Das Lamm ist aber auch ein Symbol für Jesus Christus, denn Jesus wurde für die Sünden der Menschen gekreuzigt. Mit seinem Tod hat er alle Schuld auf sich genommen und Gott mit den Menschen versöhnt. |
| Osterfladen oder Osterbrot Nicht alle Menschen konnten sich früher ein Lamm leisten. Stattdessen wurde aus einem süßen Teig ein Lamm gebacken. Osterwasser Wie viele andere Bräuche geht auch das Osterwasser auf eine vorchristliche Entstehung zurück. Das Wasser steht als Zeichen des Lebens und der Fruchtbarkeit und wurde zum Gedenken an die germanische Frühlings- und Fruchtbarkeitsgöttin Ostera verehrt. |
| Osterprozession In Südeuropa und Südamerika finden Umzüge der katholischen Gemeinden statt, die den Leidensweg Jesu Christi nacherzählen. Neben der Jesusfigur am Kreuz werden auch Heiligenfiguren auf den Schultern der Gläubigen durch die Städte und Dörfer getragen. Die Prozessionen enden dann mit Messen in den Kirchen. |
Aufgabenblatt
- Jede Gruppe liest ihren Text zu je einem Osterbrauch und füllt die Tabelle aus.
- Beantwortet in eurer Gruppe die untenstehenden Fragen gemeinsam.
- Anschließend bildet ihr neue Gruppen, sodass jeder von seinem Brauch erzählen muss. Die Tabelle soll am Ende komplett ausgefüllt sein.
| Brauch | Was ist das besondere an dem Brauch? | Gibt es diesen Brauch auch in euren Ländern? Erkläre! |
| Ostereier | ||
| Osterlämmer, Osterbrot, Osterwasser | ||
| Osterfeuer, Osterräder | ||
| Osterprozession | ||
| Osterlamm |
Wann ist Ostern in diesem Jahr?: _______________________________
Wie heißen die drei Tage vor Ostersonntag?: ____________________________________________________________________
Der Osterhase
Aufgabe:
Lies den Text. Unterstreiche unbekannte Wörter.
Beantworte anschließend die Fragen zum Text.
| Der Osterhase Jeder kennt den Osterhasen, und jeder freut sich auf ihn. Der Osterhase ist das bekannteste Symbol der Osterzeit, denn er bringt die Ostereier und all die anderen süßen Leckereien am Ostersonntag! Ursprung des Osterhasens – Wo kommt der Osterhase her? Das ist leider nicht so ganz klar. Eine mögliche Erklärung besagt, daß der Hase das Symbol der Fruchtbarkeitsgöttin Eostre war. Da der Hase sich gerne so rapide vermehrt, lag die Verbindung irgendwie nahe. Und da Ostara, das Fest der Eostre, im Frühling gefeiert wird und mit der Christianisierung zu Ostern wurde, bot sich der Hase als Oster-Symbolik an. Da wurde der Hase mehr oder weniger von der christlichen Kirche in die ganze Geschichte und Mythologie um Ostern herum hineinintegriert. Es gibt viele Beispiele in der Kunst und Architektur aus der Antike, in welchen der Hase als Sinnbild von Leben und Wiedergeburt gilt. Auch hier machte sich die Kirche bisherige Ikonographien (Bilder) zu nutze und setzte ab dem späten Mittelalter und danach, den Hasen zu Ostern als Sinnbild für die Wiederauferstehung Christi ein. Eine richtige Erwähnung des Osterhasens gab es aber erst am Ende des 17. Jahrhunderts. Ausgerechnet von einem Mediziner, der davor warnte, zuviele Eier zu essen. So richtig populär wurde der Osterhase auch erst zweihundert Jahre später – als Spielzeugfiguren, Osterhasen-Bilderbücher und natürlich Schokoladen-Osterhasen auftauchten, konnte sich niemand mehr dem Einfluss des kleinen niedlichen Hopplers entziehen. Osterhase & die Ostereier – Wieso bringt der Osterhase die Ostereier? Genau betrachtet hat der Osterhase diesen Job noch gar nicht so lange. Wie erwähnt bringt der Osterhase erst seit dem 17. Jahrhundert die Ostereier vorbei. Davor waren es andere Tiere; je nach der Region war es entweder ein Fuchs oder ein Kuckuck, ein Storch oder ein Ostervogel. Eier galten schon im alten Babylonien, Ägypten und Persien als Symbol für Fruchtbarkeit und erneutes Leben. Auch hier liegt die Verbindung mit der christlichen Symbolik nahe. Es ist also durchaus denkbar, dass im Fall von Osterhase und Ostereiern einfach zwei verschiedene Ideen, die trotzdem dasselbe ausdrücken, zusammenkamen und seitdem dafür sorgen, daß der Osterhase die Ostereier bringt. |
Fragen zum Text
- Seit wann bringt der Osterhase zu Ostern Eier?
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- Worauf geht der Brauch zurück?
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- Für was sind Eier ein Symbol?
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- Wie heißt die Göttin, auf die das Osterfest zurückgeht?
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- In manchen Regionen bringen andere Tiere die Ostereier. Welche? Suche mindestens zwei andere Tiere.
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- Warum sind Eier ein Symbol für Ostern?
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- Wie feiert man Ostern in euren Ländern? Suche dir einen oder mehrere Partner und erstelle ein Plakat.
- Schreibe ein Oster-Elfchen! Gestalte es schön.
Beispiel:
| Ostern ein Fest im Frühling gefeiert der Osterhase versteckt Eier lecker |