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osterbrauche mentoring inhalt sprechen

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in Korb voll bunt bemalter Eier, der Duft von Frühlingsblumen, Schoko-Osterhasen wohin man schaut, ein frisch gebackenes Osterlämmchen oder ein süßer Osterfladen und Zeit für Familie und Freunde – das alles gehört in Deutschland und Österreich zum Osterfest. Doch wie ist das in anderen Ländern?

Wir laden Sie ein auf eine kleine Weltreise, auf der wir erkunden, welche Traditionen, Bräuche und Mythen andernorts mit Ostern verknüpft sind.

Frankreich: Wenn Glocken reisen

In Frankreich bleiben – wie in vielen anderen Ländern – die Kirchenglocken an den Kartagen von Gründonnerstag bis Karsamstag stumm. Man erzählt sich, dass die Glocken in diesen Tagen nach Rom reisen um den Papst zu besuchen. Pünktlich zum Ostersonntag sind sie von ihrem Ausflug aber wieder zurück und bringen als Souvenir die Ostereier mit. Die Glocken und ihr Geläut werden von den Menschen am Ostersonntag freudig empfangen.

Italien: Hier darf man schlemmen

Ob Osterlamm, traditionell süditalienischer Reiskuchen oder der taubenfärmiger Topfkuchen „Colomba“ mit kandierten Früchten und Mandeln: In Italien steht natürlich neben den religiösen Zeremonien und Prozessionen auch an Ostern der kulinarische Genuss im Mittelpunkt. Den Ostermontag, der hier „Pasquetta“ heißt, verbringen die Italiener zusammen mit der Familie. Bei einem Picknick im Grünen oder am Strand wird ausgiebig geschlemmt, Spaß gehabt und offiziell der Frühling eingeläutet.

Bulgarien:Eierschlacht vor der Kirche

Ostereier sind Teil der bekanntesten Osterbräuche weltweit und spielen auch in Bulgarien eine große Rolle, aber dort gibt es strengere Traditionen: Bunt gefärbt werden sie am Gründonnerstag, wobei mit einem roten Ei begonnen wird. Die älteste Frau im Haushalt streicht mit einem der roten Eier den Kindern über das Gesicht, was Gesundheit bringen soll. Ansonsten sind die Bulgaren nicht zimperlich mit ihren Ostereiern: Nach der Messe am Ostersonntag beginnt eine wilde Schlacht, bei der Kirchenwände und Familienmitglieder mit Ostereiern beworfen werden. Wessen Ei dabei unbeschädigt bleibt, der soll im folgenden Jahr das erfolgreichste Familienmitglied sein.

Dänemark: Geheime Rätselbriefe

Ein ganz besonderer Osterbrauch, der schon 500 Jahre alt ist, wird in Dänemark gepflegt: Hier basteln die Kinder einen sogenannten „Gækkebrev“, also einen Narrenbrief, der kunstvoll bemalt oder ausgeschnitten wird. In die Mitte schreiben sie einen – vielleicht sogar selbstgedichteten – Vers, der mit mehreren Punkten anstatt des Namens unterschrieben wird. Die ahnungslosen Eltern müssen nun erraten, wer diesen Brief geschickt hat. Das schaffen sie natürlich nicht, und somit müssen sie dem Absender ein Schokoladenei schenken!

Finnland: :Glückbringende Rutenhiebe

Eine Woche vor Ostern, am Palmsonntag, setzt es in Finnland eine Tracht Prügel: Weil im Norden keine Palmwedel zur Hand sind, versetzen sich die Finnen mit Birkenruten leichte Hiebe auf den Rücken. Das soll an den Einzug Jesus‘ in Jerusalem erinnern und Glück bringen. Von Karfreitag bis Ostersonntag folgt die traditionelle Trauerzeit, die am Ostersonntag lautstark von kleinen Osterhexen beendet wird.

Griechenland: Lammbraten und Feuerwerkschlacht

Ostern ist in Griechenland das wichtigste Fest des Jahres. Stundenlange Zeremonien und die feierliche Prozession am Ostersamstag erfordern viel Stehvermögen! Die Fastenzeit in den Wochen vor Ostern wird Samstagnacht mit der Ostersuppe beendet. Am Ostersonntag wird dann mit Lammbraten und Rotwein fürstlich gefeiert. Nur die Bewohner der Insel Chios können die Feierstimmung nicht so recht genießen – hier bewerfen sich zwei verfeindete Dörfer zu Ostern mit Feuerwerkskörpern…

Großbritannien: Purzelbäume und 90 Pence von der Queen

Die Ostereier haben es auch in Großbritannien nicht leicht: Beschriftet mit den Namen der Kinder werden sie in einem Sieb geschüttelt, bis sie kaputt gehen – das letzte unbeschädigte Ei gewinnt. Ansonsten geben sich die Briten typisch skurril: Die Waliser steigen am Ostersonntag bei Sonnenaufgang auf einen Hügel und schlagen Purzelbäume; die Schotten veranstalten keltische Osterfeuer; die Engländer tätscheln einander mit Weidenkätzchen und lassen Eier einen Hügel hinunterrollen. Selbst die Queen mischt mit: Am „Maundy Thursday“ verteilt sie – ihrem Alter entsprechend – jeweils 90 Pence in weißen Portemonnaies an 90 arme Pensionärinnen und Pensionäre.

Haiti: Zaubertänzer und Dämonen

Kunstvolle Papierdrachen steigen am Karfreitag in Haiti in den Himmel: Monatelang haben die Kinder besonders schöne und funktionstüchtige Drachen gebastelt. Gruselig hingegen sind die „Oster-Raras“, die mit rhythmischer Musik aus Naturinstrumenten und lärmenden Blechgegenständen durch die Straßen ziehen. Sie beginnen ihren Weg vor dem Haus eines „Houngans“, eines Zauberers, und sollen böse Dämonen herbeirufen. Die Raras werden von Tänzern, Akrobaten und Würdenträgern begleitet, die schaurige Zauberrelikte tragen. Erst am Ostersonntag wird vergnügt mit einem Festmahl und Schokolade gefeiert – diese allerdings klimabedingt in flüssiger Form.

Kroatien: Farbenspiel und frische Kleider

Ostereier spielen auch in Kroatien eine große Rolle – aber was für Ostereier! Es gibt die unterschiedlichsten Techniken, um sie zu echten Kunstwerken zu machen: Schnitzen, Säurebehandlung und Färben mithilfe von Wachs. Während der Ostertage ziehen Kinder mit Klappern und Tröten lärmend durch die Straßen – ursprünglich ein Ersatz für die schweigenden Kirchenglocken. In Istrien reicht der symbolische Neuanfang bis in den Kleiderschrank: Zu Ostern wird neue Kleidung zum ersten Mal getragen.

Mexiko: Bunte Rache an Politikern

Wie ein buntes Volksfest kommt Ostern in Mexiko daher, gleichzeitig sind die meisten Osterbräuche weltweit nicht so politisch. Girlanden aus Krepp- und Toilettenpapier schmücken zwei Wochen lang die Straßen, Männer mit indianischem Kopfschmuck tanzen zu Flötenmusik, bunte Figuren aus Pappmaschee werden am Ostersamstag öffentlich verbrannt. Damit soll der Sieg des Guten symbolisiert werden, doch nicht nur der Teufel geht dabei in Flammen auf, sondern auch manch unbeliebter Politiker.

Philippinen: Osterbrauch mit Köpfchen

Wenn die Kirchenglocken am Ostersonntag läuten, findet auf den Philippinen ein seltsames Ritual statt: Eltern heben ihre Kinder am Kopf hoch, damit sie besser wachsen. Blutrünstig hingegen sind die realistischen Nachstellungen der Kreuzigung. Daneben gibt es aber festliche blumengeschmückte Osterparaden, und auch die Feierlichkeiten auf den Philippinen erinnern an Osterbräuche weltweit: Bunte Ostereier und Hasen gehören auch hier zum Osterfest.

Das ist natürlich nur eine kleine Auswahl von Osterbräuchen. Kennen Sie andere?

Wie wird Ostern in Ihrem Land gefeiert.

   

Beantworten Sie die Fragen

Feiern Sie Ostern? Warum / warum nicht?

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Ist Ostern für Sie ein christliches Fest? Wenn ja, was machen Sie?

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Wenn Ostern für Sie kein religioses Fest ist, was machen Sie?

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Beschenken Sie Ihre Freunde mit Ostereiern? Warum /warum nicht?

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Machen Sie ein besonderes Gericht? Welches?

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Feiern Sie Ostern mit Ihrer Familie oder mit Freunden?

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Haben Sie schon einmal Ostern im Ausland verbracht? Wo? Haben Sie da einen bestimmten Osterbrauch miterlebt? Welchen?

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Von den Osterbräuchen, die sie oben gelesen habe, welcher ist für Sie der interessanteste? Warum?

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So kann man es auch sagen. Finden Sie ein Synonym.

bunt

a) alt          b) vielfarbig          c) hübsch          d) groβartig

erkunden

a) auf die Spur kommen          b) wissen         c) sehen          d) suchen

andernorts

a) derselbe          b) hier          c) dort          d) anderswo

empfangen

a) sehen          b) kaufen          c) willkommen heiβen          d) nennen

schlemmen

a) fasten          b) viel essen          c) trinken          d) schlafen

Genuss

a) Gaumenfreude          b) Freundschaft          c) Ruhe          d) Feier

ahnungslos

a) unwissend          b) nett          c) traurig          d) beteiligt

Hieb

a) Biss          b) Kuss          c) Schlag          d) Tanz

fürstlich

a) aufwendig          b) ärmlich          c) viel          d) lange

kaputt gehen

a) fallen          b) losgehen          c) verteilen          d) brechen

gruselig

a) lustig          b) furchterregend          c) ängstlich          d) erschreckt

vergnügt

a) angstvoll          b) sinnlich          c) ernst          d) humorvoll

in Flammen aufgehen

a) ein Feuer anzünden          b) verbrennen          c) löschen          d) hängen         

seltsam

a) normal          b) ungewohnt          c) nett          d) lustig

blutrünstig

a) blühend          b) mörderisch           c) brutal           d) betrunken

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