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Reflexive Verben Reflexivpronomen

Reflexive Verben

Reflexive Verben sind Verben, die zeigen, dass man “sich selber” etwas antut.  Diese Verben sind immer mit einem Personalpronomen verbunden. Die Schwierigkeit im Gebrauch dieser Verben ist, das korrekte Personalpronomen anzuwenden. Dieses kann im Akkusativ oder im Dativ sein. Im Genitiv kommt es eher selten vor. Die Frage ist:

Wann benutzt man die Personalpronomen im Akkusativ oder im Dativ? Es gibt ein paar Regeln, die man anwenden kann, um zu sehen, welches Personalpronomen zu benutzen ist.

Schauen wir uns erst die Pronomen an

FallSingularPlural
Nominativichduersieeswirihrsie
Dativmirdirihmihrihmunseuchihnen
Akkusativmichdichihnsieesunseuchsie

Nun erklären wir die  Regeln

Regel 1.

Die Reflexive Verben üben ihre Aktion direkt auf die Person aus. In dem Fall benutzt man den Akkusativ.

Personalpronomen im SingularPersonalpronomen im Plural
Ich kämme mich heute.Sie schneiden sich in den Arm.
Du cremst dich ein.Wir malen uns mit Kreide an.
Er legt sich hin.Ihr fotografiert euch viel zu viel.

Regel 2.

Die Reflexive Verben üben ihre Aktion indirekt auf die Person aus, sie machen es direkt auf etwas externen. Das heißt, nach dem Pronomen kommt eine Akkusativergänzung. In dem Fall benutzt man den Dativ.

Personalpronomen im SingularPersonalpronomen im Plural
Ich kämme mir die Haare.Sie schneiden sich die Nägel.
Du cremst dir die Hände ein.Wir malen uns die Nase an.
Er haut sich auf den Finger.Ihr fotografiert euch die Frisur.

Regel 3.

Die Reflexive Verben können oft durch ein Nomen mit Artikel ersetzt werden, dann erkennt man den Fall.

Ich kämme mich. → Ich kämme die Haare. → Akkusativ

Ich kämme mir die Haare. → Ich kämme der Mutter die Haare. → Dativ

Regel 4.

Es gibt Verben, die immer den Dativ brauchen. Diesen Verben sind:

gratulieren, helfen, danken, merken, denken, nehmen, wünschen, etc.

Personalpronomen im SingularPersonalpronomen im Plural
Ich gratuliere dir.Sie merken sich das.
Du hilfst mir.Wir denken uns etwas aus.
Er dankt uns.Ihr nehmt euch das Buch.

Regel 5.

Es gibt Verben, die immer den Akkusativ brauchen. Diese Verben sind:

setzen, hinlegen, waschen, kämmen, rasieren, schminken, sonnen, freuen, ärgern, verlieben, unterhalten, entschuldigen, kümmern, etc.

Personalpronomen im SingularPersonalpronomen im Plural
Ich kämme mich.Sie schminken uns.
Du setzt dich hin.Wir sonnen uns viel.
Er rasiert sich.Ihr unterhaltet euch.

Regel 6.

In manchen Fällen kommt es vor, dass Personalpronomen mit einer Präposition verbunden sind. Die Präposition steht vor dem Pronomen. Die Präposition kann vom Dativ oder vom Akkusativ sein. Dieses beeinflusst auch, welches Pronomen benutzt wird.

Präpositionen im AkkusativPräposition im Dativ
Ich denke über mich nach.Du verkleidest dich. Du fängst mit dir an.
Du behälst das für dich.Ich komme kaum zu mir.
Ich habe Angst um dich.Das hängt von dir ab.

Mit diesen Hilfestellungen, kann man nun in den Sätzen etwas einfacher das korrekte Personalpronomen anwenden.

Übungen:

a) Setze entweder “mich” oder “mir” ein:

Mein Vater hat _________ angerufen.

Er hat _________ eingeladen.

Hilf _________ bitte.

Meine Tante unterstützt _________

Der Arzt hat _________ gründlich untersucht.

Wann besuchst du _________ mal?

Meine Kusine bot _________ Hilfe an.

Hast du _________ gesehen?

Glaubst du _________ nicht?

Sie hat _________ aus ihrer Heimat angerufen.

Gib _________ bitte die Zeitschrift.

Meine Eltern haben _________ zum Geburtstag gratuliert.

Er informierte _________ über die Berufsausbildung.

Der Fremde bat _________ um Feuer.

Ich habe _________ ein tolles Geschenk gekauft.

Du hast _________ gestern nicht gesehen.

Warum soll man _________ nicht stören?

Ich kämme _________ heute nicht.

Susi hat _________ leider nicht angerufen.

Bitte, gib _________ morgen das Buch zurück.

b) Setze entweder “dich” oder “dir” ein:

Er gratuliert _________ zu deinem Geburtstag.

Ich denke viel an _________

Du servierst _________ eine Tasse Tee.

Dieses Geschenk ist für _________.

Die Karte ist von _________.

Du hast _________ schön angezogen.

Sie wird _________ später anrufen.

Du schaust _________ den Film an.

Sie schreiben _________ einen Brief.

Anna schminkt _________ die Augen mit grüner Farbe.

Heute war ich mit _________ bei dem Arzt.

Die Sonne scheint auf _________ .

Sie hören mit _________  die schöne Musik.

Ich hole _________ um 10 Uhr ab.

Warum gibt deine Mutter _________ nicht die Schlüssel?

Du lernst für _________ und nicht für das Examen.

Onkel Alfred dank _________ für dieses schöne Bild.

Der Lehrer ruft _________ bestimmt später an.

Wir denken viel an _________.

Die Schüler wollen _________ helfen.

Lösungen:

a) Setze entweder “mich” oder “mir” ein:

Mein Vater hat mich angerufen.

Er hat mich eingeladen.

Hilf mir, bitte.

Meine Tante unterstützt mich

Der Arzt hat mich gründlich untersucht.

Wann besuchst du mich mal?

Meine Kusine bot mir Hilfe an.

Hast du mich gesehen?

Glaubst du mir nicht?

Sie hat mich aus ihrer Heimat angerufen.

Gib mir bitte die Zeitschrift.

Meine Eltern haben mir zum Geburtstag gratuliert.

Er informierte mich über die Berufsausbildung.

Der Fremde bat mich um Feuer.

Ich habe mir ein tolles Geschenk gekauft.

Du hast mich gestern nicht gesehen.

Warum soll man mich nicht stören?

Ich kämme mich heute nicht.

Susi hat mich leider nicht angerufen.

Bitte, gib mir morgen das Buch zurück.

b) Setze entweder “dich” oder “dir” ein:

Er gratuliert dir zu deinem Geburtstag.

Ich denke viel an dich

Du servierst dir eine Tasse Tee.

Dieses Geschenk ist für dich.

Die Karte ist von dir.

Du hast dich schön angezogen.

Sie wird dich später anrufen.

Du schaust dir den Film an.

Sie schreiben dir einen Brief.

Anna schminkt dir die Augen mit grüner Farbe.

Heute war ich mit dir bei dem Arzt.

Die Sonne scheint auf dich .

Sie hören mit dir  die schöne Musik.

Ich hole dich um 10 Uhr ab.

Warum gibt deine Mutter dir nicht die Schlüssel?

Du lernst für dich und nicht für das Examen.

Onkel Alfred dank dir für dieses schöne Bild.

Der Lehrer ruft dich bestimmt später an.

Wir denken viel an dich.

Die Schüler wollen dir helfen.

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